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Gründonnerstagsschreien

geschrieben von hohlfeld April - 26 - 2011 0 Kommentare

Das Gründonnerstagsschreien

Der Gründonnerstag erinnert an das Passahmahl, mit dem Jesus vor seiner Gefangenschaft Abschied von seinen Jüngern nahm.
Zur Herkunft der Bezeichnung gibt es eine Reihe von Hypothesen. Häufig wird die Bezeichnung Gründonnerstag auf das altdeutsche Verb “gronan” zurückgeführt, das die Bedeutung “weinen, schreien oder klagen” hatte. Eine andere Deutung sieht die Erklärung für den Namen Gründonnerstag in den „Grünen”, der öffentlichen Buße von bestraften sündigen Gemeindeglieder, welche dann wieder in die Gemeinde aufgenommen wurden. Alle Thesen hierzu kann man in der freien Enzyklopädie Wikipedia nachlesen.

Das Schreien zum Gründonnerstag wird so seit langem durch die Kinder von Schirgiswalde und Umgebung genutzt, um die Ortseinwohner von Süßigkeiten und anderem Naschwerk zu “erleichteren”. Hierzu wird folgender Vers rezitiert.

Guten Morgen, guten Morgen zum Gründonnerstag.
gebt mir was in den Bettelsack.
Nicht zu viel und nicht zu wenig,
ich bin ein kleiner König.
Kommt er nicht raus, kommt sie nicht raus,
da kommte in kleiner Junge raus,
und teilt die ganzen Brezeln aus.

Dabei ziehen die Dorfkinder in größeren oder kleineren Gruppen durch das Dorf und klingeln an jeder Haustür um dort Sußigkeiten zu bekommen.

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